15.01.2010
Einweihung des Justiz- und Verwaltungszentrums Wiesbaden

„Eine moderne Justiz braucht moderne Gebäude!“, erklärte der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn heute anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten des Justiz- und Verwaltungszentrums Wiesbaden. Es sei auch in Zeiten knapper Kassen erforderlich, einer modernen und bürgerorientierten Justiz einen angemessenen Rahmen zu geben, zeigte sich Hahn überzeugt, um die durch die Verfassung übertragenen Aufgaben der dritten Gewalt effektiv erfüllen zu können.

Finanzstaatssekretär Dr. Thomas Schäfer unterstrich die Tatsache, dass das neue Justiz- und Verwaltungszentrum als PPP-Projekt errichtet wurde. „Mit dem Finanzzentrum Kassel-Altmarkt, dem City-Revier in Wiesbaden und den Ämtern für Bodenmanagement in Limburg, Büdingen und Korbach sind bereits fünf hessische PPP-Projekte fertig gestellt worden. Mit dem neuen Justiz- und Verwaltungszentrum setzt sich diese Serie erfolgreich fort“, sagte Staatssekretär Dr. Schäfer.

Die hessische Landesregierung werde auch bei künftigen Investitionen der öffentlichen Hand in geeigneten Fällen und bei entsprechendem Wirtschaftlichkeitsnachweis PPP als moderne und intelligente Form des Immobilienmanagements betreiben. „PPP-Projekte können nur erfolgreich sein, wenn alle Partner vertrauensvoll und zuverlässig miteinander arbeiten. Im Falle des Justiz- und Verwaltungszentrums hat die Kooperation zwischen dem Hessischen Justizministerium, den Baubeauftragten der Gerichte und der Staatsanwaltschaft, dem Magistrat und den Ämtern der Stadt Wiesbaden, dem Hessischen Baumanagement und den externen Beratern hervorragend funktioniert“, unterstrich Staatssekretär Dr. Schäfer.

Auch der Wiesbadener Oberbürgermeister, Dr. Helmut Müller, nahm die Einweihungsfeier zum Anlass, auf die Bedeutung des Justiz- und Verwaltungszentrums an der Mainzer Straße hinzuweisen: „Gemeinsam haben das Land, die Stadt und private Partner ein attraktives und wertvolles Stadtquartier geschaffen, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Justizbehörden und städtischen Ämtern ideale Arbeitsbedingungen vorfinden. Damit ist ein weiterer Schritt getan, die Qualität der Dienstleistungen weiter zu verbessern.“

Für den Justizstandort Wiesbaden sei mit der Planung und Umsetzung eines zentralen Justizzentrums ein Projekt auf den Weg gebracht worden, das zumindest hessenweit bislang einzigartig sei, fuhr Minister Hahn fort. „Sämtliche ansässige Gerichte, also das Amts- und Landgericht, Verwaltungsgericht, Sozialgericht, Arbeitsgericht sowie die Staatsanwaltschaft sind nun an einem einzigen Ort vereint. 686 Justizbedienstete werden auf einer Mietfläche von rund 30.000 qm ihrer Arbeit nachgehen können. Der Standort in der Mainzer Straße in Wiesbaden zeichnet sich ferner durch beste Verkehrsanbindungen in Citynähe aus“, unterstrich der Minister. Beendet werde die für viele Mitarbeiter unzuträgliche Raumsituation, insbesondere für das Amts- und das Landgericht Wiesbaden, welche durch Raumnot bereits auf angemietete Räumlichkeiten außerhalb des Gerichtsstandortes Moritzstraße/Gerichtsstraße ausgelagert worden waren.

Hahn erinnerte daran, dass dies besondere Erschwernisse in den Geschäftsgängen nach sich gezogen habe. Beendet worden sei auch die Übergangslösung für das Verwaltungsgericht Wiesbaden, das zuletzt in einem angemieteten Bürogebäude am Konrad-Adenauer-Ring untergebracht war. Auch das Sozialgericht Wiesbaden profitiere nun von attraktiven Arbeitsplätzen. Zu dem neuen Gebäudekomplex habe sich auch eine moderne, richtungweisende Medientechnik hinzugesellt, erklärte Hahn. „Als Beispiel sei hier nur das elektronische Sitzungssaalmanagement genannt, das zentral gesteuert Prozessbeteiligte wie Besucher auf Bildschirmen über die jeweiligen Sitzungen informiert. Auch dies ist ein Beitrag zu mehr Bürgernähe in der Justiz.“

Abschließend zollte Justizminister Hahn allen Funktionsträgern einen herzlichen Dank. „Sie alle, die von den ersten Planungen bis zum heutigen Tage an dem Justiz- und Verwaltungszentrum in Wiesbaden gearbeitet haben, gebührt großer Respekt für Ihren unermüdlichen Einsatz.“ 

Justiz- und Verwaltungszentrum Wiesbaden - Daten und Fakten

„Erster Spatenstich“ - 15. August 2007

Bauzeit  - August 2007 bis September 2009

Gesamtfertigstellung einschließlich Parkhaus - 30. September 2009

Grundstücksgröße - 35.213 m²

Bruttogeschossfläche (BGF) oberirdisch (Justiz und Verwaltung) - 49.120 m² Bruttogeschossfläche (BGF) unterirdisch (Justiz und Verwaltung) - 16.285 m²

Mietfläche Justiz - 34.749 m²

Mietzins Justiz - 12,14 EUR/mtl./m²

Mietfläche Verwaltung - 20.051 m²

Mietzins Verwaltung  - 11,31 EUR/mtl./m²

Tiefgaragenstellplätze Justiz und Verwaltung - 154

Tiefgaragenstellplätze Justiz - 50

Tiefgaragenplätze - 103

Parkhausstellplätze insgesamt 507

Außenstellplätze für Besucher - 34

Cafeteria im Justizzentrum mit Vollverpflegung - 150 Sitzplätze innen, 50 Sitzplätze außen

ESWE-Kantine  400 Sitzplätze

Auszeichnungen

Innovationspreis Public Private Partnership 2008 in der Kategorie “Verwaltungsgebäude”

Immobilienmanager-Award 2009 in der Kategorie “Finanzierung”

Nutzer des Justizzentrums

335 MA - Amtsgericht Wiesbaden

100 MA - Landgericht Wiesbaden

66 MA - Arbeitsgericht

33 MA - Sozialgericht

55 MA - Verwaltungsgericht

97 MA - Staatsanwaltschaft

686 MA - gesamt im Justizbereich

Nutzer des Verwaltungszentrums

Ca. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Aus- und Fortbildung, Amt für soziale Arbeit, ein dezentraler Hartz IV Standort Gesundheitsamt, Revisionsamt Dezernat für Jugend, Soziales, Wohnen und Stadterneuerung Dezernat für Schule und Gesundheit

Gesamtinvestitionsvolumen für das Justiz- und Verwaltungszentrum einschließlich des Parkhauses rund 130 Millionen Euro

 

Quelle: www.hessen.de

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Trotz des Erfolges für Öffentlich Private Partnerschaften in den vergangenen Jahren – seit 2003 wurden insgesamt 140 Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von knapp 4 Milliarden Euro vergeben – hat sich das öffentliche Meinungsklima deutlich verschlechtert.

Daher hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie einen Argumentationsleitfaden „Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP) im Hochbau - Argumente gegen Vorurteile“ entwickelt, in dem die häufigsten Vorurteile gegenüber Öffentlich Privaten Partnerschaften aufgezeigt und widerlegt werden.

Dieser Argumentationsleitfaden steht Ihnen hier zu Verfügung.

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18.03.2010
Jurecka "Verkehrswegefinanzierung auf Nutzerfinanzierung umstellen"

„Um den schleichenden Substanzverzehr der Verkehrsinfra­struktur zu stoppen, darf der Ausbau und die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur nicht den Zufäl­ligkeiten und Zwängen der Haushaltspolitik überlassen werden.“

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17.03.2010
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Dies erklärte Dipl.-Ing. Herbert Bodner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und Vorstandsvorsitzender der Bilfinger Berger AG in seiner Rede zum 10. Betriebswirtschaftlichen Symposium-Bau am 17. März 2010 in Weimar.


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