09.03.2010
Modernisierung der Fürst-Wrede-Kaserne in München absolut gelungen

„Das ist absolut gelungen“, sagt Matthias Leckel, Präsident des Bundesamtes für Wehrverwaltung, und bringt damit die Meinung aller Beteiligten an diesem Projekt auf den Punkt. Gerade hat das Wehrbereichskommando IV symbolisch den Schlüssel für die frisch sanierte Kaserne überreicht bekommen. Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber des Wehrbereichs, nahm ihn gemeinsam mit Christian Schmidt, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesmininister der Verteidigung, von Bernward Kulle, einem Vorstandsmitglied von Hochtief, entgegen.

Damit sind die Sanierungs- und Bauarbeiten in der Kaserne nach nur rund eineinhalb Jahren abgeschlossen. In dieser Zeit wurden 37 Gebäude inklusive Sport- und Fahrzeughallen modernisiert und ein Gebäude komplett neu errichtet. Neben Effizienz und Kostensenkung steht die Zufriedenheit der Soldatinnen und Soldaten an oberster Stelle. „Wir sind zufrieden, wenn Sie zufrieden sind“, sagt Bernward Kulle. Das Unternehmen verstehe sich als Dienstleister für die Truppe.

 

Partnerschaft geht weiter

Mit der Schlüsselübergabe ist die öffentlich-private Partnerschaft noch nicht beendet. Der Vertrag, den das Ministerium im März 2008 mit der Hochtief-Tochter Concessions AG abgeschlossen hat, läuft über 20 Jahre und umfasst ein Volumen von insgesamt mehr als 160 Millionen Euro. Er schreibt neben Planung, Finanzierung und Bau auch Sanierung und Betrieb der Kaserne fest. Eigentümer bleibt währenddessen das Ministerium.

Das Unternehmen hält über die gesamte Vertragslaufzeit Gebäude, technische Anlagen und Außenanlagen instand und ist außerdem für die Bewachung der Liegenschaft verantwortlich. Von Beginn an war auch die Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.) mit in das Projekt eingebunden. Sie unterstützte das Ministerium in den einzelnen Projektphasen und bei der Erfolgskontrolle.

 

Nachhaltiges Engagement

Generalmajor Wessels dankte Hochtief für die geleisteten Arbeiten. „Wir als militärische Nutzer freuen uns, dass alle Anforderungen und Erwartungen voll erfüllt wurden.“ Der Betrieb der Liegenschaft durch Hochtief erlaube es der Truppe, sich voll und ganz auf ihren Auftrag zu konzentrieren. Staatssekretär Schmidt lobte die „zeitlich ambitionierte“ Bauleistung und dankte für die gute Partnerschaft. Es sei dem persönlichen Engagement der einzelnen Mitarbeiter beider Seiten zu verdanken, dass alles so reibungslos und zügig verlaufen sei.

Militärische Hoheitsaufgaben und private Unternehmen, das gehe eigentlich nicht zusammen, räumte Schmidt ein. Die Bundeswehr müsse im Rahmen der Transformation aber neue Wege gehen. „Das Projekt zeigt, dass das möglich ist.“ Beide Seiten, Bundeswehr und Unternehmen, profitierten von der Partnerschaft. Dabei wirke sich auch die lange Vertragslaufzeit positiv aus. „Sie fördert das Interesse des Unternehmens an einem nachhaltigen Engagement“, sagte Schmidt.

Der Vertrag umfasst beispielsweise auch die Stromversorgung der Kaserne und legt den Kostenumfang dafür fest. Es liegt damit im Interesse des Konzerns, die Gebäude nach modernsten Standards auszustatten und für eine optimale Energieeffizienz zu sorgen. Das Gleiche gilt für die Instandhaltung. Wenn Hochtief die Kaserne nach 20-jährigem Betrieb wieder abgibt, müssen klar definierte Qualitätsstandards eingehalten werden.

 

Rundum zufrieden

Rund 1.300 Soldaten und 300 zivile Mitarbeiter tun in den frisch sanierten Gebäuden und Anlagen nun ihren Dienst. Schon Anfang des Jahres zog das bis dahin in der Bayern-Kaserne in München beheimatete Wehrbereichskommando IV in die neue Kaserne. Außerdem sind das Landeskommando Bayern, das Feldjägerbataillon 451, eine Bundeswehrfachschule, das Kraftfahrausbildungszentrum München und zahlreiche kleinere militärische und zivile Bundeswehrdienststellen dort untergebracht.

„Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Hauptfeldwebel Andreas Grebl. Er ist der stellvertretende Leiter des Familienbetreuungszentrums am Standort und freut sich über sein neues Büro, in dem auch die Besprechungen mit dem gesamten Team abgehalten werden können. Platz genug für den großen Tisch hat er. Auch Oberleutnant Alexander Bertram ist zufrieden. Er arbeitet in dem sensiblen Bereich „Lagezentrum“. Hier laufen im Krisen- oder Katastrophenfall alle Drähte zusammen und werden Einsätze der Bundeswehr im Notfall koordiniert. „Die Zusammenarbeit mit Hochtief hat prima geklappt.“

Auch die Unterkünfte für „Übernachtungsgäste“ wie Lehrgangsteilnehmer sind komplett modernisiert. Jeweils zwei der schlicht aber freundlich eingerichteten Einbettzimmer teilen sich ein in der Mitte liegendes Badezimmer, das ebenfalls den neuesten Standards entspricht.

 

Die Richtung stimmt

Mit dem ÖPP-Modell für die Fürst-Wrede-Kaserne haben beide Partner Neuland betreten. Die erfolgreiche Zwischenbilanz des Pilotprojektes stärkt weitere ÖPP-Vorhaben, die bereits in Planung sind. So sind die Konzepte für eine Sanierung der Kurmainz-Kaserne in Mainz und der General-Fellgiebel-Kaserne in Pöcking bereits weit fortgeschritten.

„Wir gehen davon aus, dass wir auch diese bald im Rahmen ÖPP realisieren können“, sagt Alice Greyer-Wieninger, Leiterin der Abteilung Wehrverwaltung, Infrastruktur und Umweltschutz im Verteidigungsministerium. Ihren Angaben nach wurde insgesamt für die Kasernen der Bundeswehr ein Sanierungsbedarf von rund 1,5 Milliarden Euro identifiziert. Bis zum kommenden Jahr soll die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen sein; viele Projekte seien bereits in Bau. ÖPP sei dafür ein effizientes und effektives Instrument und gewinne in der Bundeswehr an Bedeutung.

 

Quelle: www.bundeswehr.de

 

 


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Dieser Argumentationsleitfaden steht Ihnen hier zu Verfügung.

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